Festivalprogramm 4. September bis 5. Oktober 2013

LOGO_Header


Stabat Mater // Piazza d’ Akram, Vento e Corde und Theaterlabor Stabat-Mater-052

Musiktheater nach Giovanni Battista Pergolesi

04.09., 05.09.

Der palästinensische Regisseur Akram Telawe hat „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi neu bearbeitet. Er säkularisiert das religiöse Motiv aus dem 13. Jahrhundert und fragt nach all dem Schmerz, den wir auf Erden durchleiden: Krankheit, Krieg und der Verlust der Heimat stehen im Fokus dieser Inszenierung, die Musik, Bild und Bewegung zu einer „Skulptur des Schmerzes“ zusammenführt. Es geht um das stille Leiden, die alltägliche Armut, das einfache, „pure“ Leben – der Schmerz der Mutter Gottes wird zum beispielhaften Aufschrei der geschundenen Menschheit.

Akram Telawe beauftragte die Bielefelder Musiker Andreas Gummersbach und Manfred Matulla, die Originalmusik von Pergolesi (ursprünglich für 2 Violinen, Viola und Basso Continuo) für Gitarre und Saxophon neu zu arrangieren.  Die musikalische Darbietung der Musiker und Sänger wird durch szenischen Darstellungen der fünf DarstellerInnen intensiviert und dadurch physisch erfahrbar.

Eine Produktion von Piazza d‘Akram, Vento e Corde und dem Theaterlabor Bielefeld in Kooperation mit dem Kulturamt Bielefeld.

Inszenierung und Bearbeitung: Akram Telawe

Musikalische Adaption und Ausführung: Andreas Gummersbach und Manfred Matulla

Gesang: Giuliana Mettini und Antonio Marani

Schauspiel: Yuri Birte Anderson, Michael Grunert, Agnetha Jaunich, Stefanie Taubert, Alina Tinnefeld

Dauer: 75 Minuten
Eintritt: 15 EUR / erm. 10 EUR

 


 

Spoken Word Performances // Pergande / Wessels (Bielefeld)spoken-word-02

Interventionen im öffentlichen Raum

06.09.

Mehrere unscheinbare Orte im innerstädtischen Bereich Bielefelds werden an einem Tag im September zu Orten der Kunst – der Tunnel zwischen Altstadt und Johannisberg, der Durchgang Niederwall/Renteistraße zwischen Jahnplatz und Rathaus. Die Interventionen werden von einem Sprecher, Pianisten mit verzerrtem Piano sowie von Bass und Gitarre bestritten.
Die Orte und Texte stehen in Korrespondenz zueinander, die textlich-musikalische Auseinandersetzung wird „auf die Straße gebracht“ – das „Beatles rooftop concert“ als site-specific spoken word performance.

Eine Produktion von: Pergande/Wessels in Kooperation mit dem  Theaterlabor und urbanApp.

von und mit: Lukas Pergande, Florian Wessels und Gästen

Dauer: je ca. 30 Minuten

Eintritt: frei


Violent Dancing – PARADEISER productions (Münster / Hamburg) VioletDancing_hoch_IMG_9872-Foto-Torsten-Meyer-Bautor

Ein Tanz-Abend über Rebellion, Aggression und Illusion.

08.09.

„Violent Dancing“ macht sich auf die Suche nach dem Spirit jugendlicher Rebellion, den Grenzen des Tanzes, der Generationen und Geschlechter und nach der Frage, wie politisch eine Undergroundszene sein kann. Die Figur „Chuck“ des Beat-Poeten Wondratschek, Jugendliche aus der Hardcore-Szene, eine Tänzerin und ein Schauspieler treffen  aufeinander und stellen sich den Zweifeln: Ist Wut ein Privileg von Jugend? Ist Tanzen ein Rückzug oder eine politische Aussage? Ist der Weg auf die Bühne ein Schritt Richtung Mainstream? Und was kann man dagegen tun? Moshen!

PARADEISER Productions wurde 2009 vom Musiker Kai Niggemann, der Regisseurin Ruth Schultz und der Dramaturgin Kaja Jakstat gegründet. Das junge Team arbeitet an der Synthese von Theater, Tanz, Ton und Text in neuen Formaten des Theatrealen.

Produktion:  Paradeiser Productions (Münster / Hamburg) – Kaja Jakstat, Kai Niggemann, Ruth Schulz

Mit: Judit Abegg, Vladimir Dontschenko, Pauline Hemelt, Peter Martens, Harald Redmer

Bühne/Kostüme: Lea Tenbrock

Licht: Enes Habibovic Choreografische

Beratung: Leena Keizer

Assistenz: Lisa Kemme

Produktionsleitung: Zwei Eulen (Büro für Kulturkonzepte, Hamburg)

Dauer: 70 Minuten Im Anschluss bieten wir ein Zuschauergespräch an.

Eintritt: 15 EUR / erm. 10 EUR / Schüler 5 EUR


PRIMO // Alfredo Zinola & Felipe González (Köln)

Tanz-Stück für Kinder zwischen 2 und 5 J. 

12.09., 13.09.         primo

Der Bühnenraum ist ein mit Wasser gefüllter Pool. Durch zahlreiche Fenster blicken die um den Pool herum sitzenden Kinder auf die Unterwasser-Szenerie und erleben ein ungewöhnliches Geschehen: Sie sehen Füße, Arme, Hände, Beine, die sich in fremdartige Wesen verwandeln, sehen zwei Menschen, die einander spielerisch entdecken. Momente des Schwebens und Dahingleitens übertragen sich von den Spielern im Wasser auf die Betrachter. Der Pool wird zum Klang und Licht durchfluteten, einzigartigen Universum, das die Wahrnehmung herausfordert und viel Raum für Assoziationen lässt.

Alfredo Zinola und Felipe González spielen mit dem Medium Wasser, der Quelle jeglichen Lebens. Sie setzen sich und ihre kindlichen Zuschauer in einen spielerischen Bezug zu diesem Ur-Element. Die beiden Tänzer ergründen das Verhältnis zwischen Wasser und Bewegung und nutzen dabei den Erzählcharakter des Materials Wasser und tauchen ein in die Fantasien ihrer kleinen und großen Zuschauer.

Eine Produktion von Alfredo Zinola & Felipe González in Koproduktion mit: SCHAUBUDE BERLIN, fabrik Potsdam, Fondazione Teatro Ragazzi e Giovani ONLUS Torino, Barnes Crossing Köln, Theaterlabor Bielefeld.

von und mit:  Alfredo Zinola & Felipe González

Komposition: Antonio de Luca, eingespielt von Colorist

Lichtdesign:  Marek Lamprecht

Dauer: 30 Minuten
Eintritt: Erwachsene 10 EUR / Kinder 3 EUR


Life Live! – Cantabile 2 (Dänemark) Cantabile-Life02

Partizipatives Theater für Jugendliche ab 12 J. und Erw.

14.09., 15.09.

In diesem Stück treffen Kinder und Erwachsene aufeinander und erforschen gemeinsam, was es bedeuten kann zu leben und voneinander zu lernen. Die Besucher haben die Möglichkeit, sich selbst und die anderen Teilnehmer zu befragen. 40 Trennwände und ein paar Requisiten, die bewegt werden, um immer wieder neue Räume zu schaffen, sind die Elemente, die die sechs Darsteller und vor allem die Theaterbesucher auf dieser Reise nutzen. Hier stellen sich Kinder und Erwachsene Aufgaben und Fragen, die sie erkunden können – sowohl gemeinsam als auch individuell. Die Fragen und Antworten sind entscheidend für die Entwicklung der Aufführung. Die Regeln sind einfach. Auch wenn man keine Wahl treffen möchte, ist dies eine Entscheidung im Sinne des Spiels.

Life Live!  ist ein fantasievolles und interaktives Theater für Menschen, die mehr über den Sinn des Lebens wissen wollen. Die Teilnahme ist auf 30 Personen beschränkt – die Beherrschung der englischen Sprache ist für das Verständnis des Spiels notwendig.

Inszenierung:  Nullo Facchini und die Spieler

Spielerinnen:  Eva Balzer, Siri Facchini Haff, Signe Harder,  Tilde Knudsen, Anne Nyboe, Line Svendsen

Dauer: 70 Minuten

Sprache: Englisch und Deutsch
Am 13.9. bieten wir eine Einführung an.
Im Anschluss an die Vorstellungen um 19 Uhr gibt es ein Zuschauergespräch.

Eintritt: Erw. 15 EUR / erm. 10 EUR / Schüler 5 EUR /
Eltern-Kind-Ticket 15 EUR


Unrestricted Exploitation – urbanReflects (Mannheim) Company-urbanReflects_unrestricted-exploitation_Marc-Doradzillo_Bild-1

Tanz

17.09.

In „unrestricted exploitation“ geht es um das Phänomen der (Selbst-)Ausbeutung im beruflichen Kontext. Was ist uns Arbeit und erbrachte Leistung noch wert? Die Tänzerinnen erfahren dies am eigenen Leib: physische Limits werden erreicht und überschritten, sie durchleben die verschiedenen Phasen von Bedarf, Erwartung, Anspruch, Raubbau, Verausgabung, Zusammenbruch, Regeneration. Die Parameter Zeit und Kraft sind hier ganz real erlebbar, denn wir haben keinen Ersatzkörper, keine Extradepots, um neue Energien zu tanken. Die vier Tänzerinnen gehen durch verschiedene Tanztechniken und Bewegungsqualitäten und treten mit den eigens dafür entstandenen Kompositionen von Stefan Schmidt (Farang) und Micki Summ in Kommunikation.

Die Company urbanReflects hat es sich zur Aufgabe gemacht, gesellschaftskritisch zu beobachten und zu hinterfragen und die Rechercheergebnisse als Inspiration für künstlerische Prozesse zu nutzen. Choregrafin Dorothea Eitel experimentiert mit dem Verhältnis zwischen Performern und Zuschauern. Ob in traditionellen Bühnensituationen oder in aufgelösten Zuschauersituationen wie den Performances im öffentlichen Raum –  der Company ist es immer ein Anliegen, den Menschen Verantwortung und Handlungsspielraum für ihren Lebensraum zurückzugeben.

Choreografie:  Dorothea Eitel

Tanz: Verena Hehl, Laura Heinecke, Marie Kolinsky, Johanna Wyss

Komposition: Farang und Micki Summ

Licht: Bernhard Marx und Peer Osswald

Dauer: ca. 45 Minuten

Im Anschluss bieten wir ein Zuschauergespräch an.

Eintritt: 15 EUR / ERM. 10 EUR


Alles Gute! Theaterwerkstatt Bethel, Theaterlabor und Gäste (Bielefeld)       ALLES-GUTE-FeenTraum

Offener Werkstattabend

19.09.

Alles Gute? Was meinen Menschen eigentlich, wenn sie sich das wünschen? Was hat besonderen Wert? Und was begründet die Hoffnung, dass das dann das Richtige ist? Man kann ja schließlich auch total daneben liegen…
Ganz gleich ob Tanz, Theater, Musik, oder das Spiel mit Material – in diesem offenen Werkstattabend findet das Eigene Raum. Aussteigen aus dem Alltag, zu Ideen angeregt werden, experimentieren, der eigenen Spur folgen, im Zusammenspiel mit Anderen Neues entwickeln: Choreografien, Szenen, Aktionen, Bilder …  Alles ist möglich und wird selbst be- und mitbestimmt.

Wie das Theaterlabor besteht die Theaterwerkstatt Bethel seit 30 Jahren. Grund genug, dies an diesem Abend gemeinsam zu begehen. Die Form des offenen Werkstattabends hat in der Theaterwerkstatt Bethel eine lange Tradition und hat sich zu einer ganz eigenen Kunstform entwickelt. Sehr unterschiedliche Menschen aller Generationen treffen aufeinander und entwickeln gemeinsam kleine Performances. So werden sie Akteure und Zuschauende zugleich.

Moderation: Matthias Gräßlin, Leiter der Theaterwerkstatt Bethel, sowie Mitglieder des Volxtheaters und des Jugendvolxtheaters
der Theaterwerkstatt Bethel

Dauer: ca. 120 Minuten

Teilnahmegebühr 5 EUR


Ghetto Blaster – Branko Simić (Hamburg) ghetto blaster

 

Dokumentarisches Theater ab 16 J.

20.09.

„Jetzt spreche ich!“: junge Hamburger erzählen vom Innenleben der Ghettos, in denen sie leben. Sie sprechen vom Erwachsenwerden am Rand der Gesellschaft, von Ausgrenzung, Stolz und Mut. Die Underdogs sind Protagonisten ihrer eigenen Geschichten: sie verhandeln Rassismus, Leistungsdruck durch ökonomische Systeme, die Lebensrealität im Abseits und eine mögliche Versöhnung mit der Gesellschaft. Ihre Antworten öffnen einen Raum jenseits des Problems: in mitreißenden Choreografien und ehrlichen Berichten finden sie Wege einer freien Artikulation.

„Wir sehen hin, wo sonst niemand hinsieht – das Lokale ist die Miniatur des Globalen.“ Der Hamburger Regisseur Branko Simic, selbst ein Flüchtling des Krieges in Bosnien, war schon öfter in Bielefeld zu Gast. Im Zentrum seiner Arbeit stehen reale Schicksale realer Menschen.  Sein aktuelles Stück ist eine Collage aus explosivem Tanz, lauter Musik und dokumentarischer Spurensuche.

Eine Produktion von KRASS Festival, Kampnagel Hamburg, Kunstwerk e.V.

Regie: Branko Simić

Texte/Konzeptionelle Mitarbeit: Nikola Durić

Choreografie: AnDy Dorawa

Video: Biljana Milkov

VideoGame: Christian Braun, Martin Niestyo, Valentin Franke, Sebastian Prostedter

Assistenz: Ilhana Verem

Darsteller: Siham Refaie, Yvonne Krol, Azad Yesilmen, Borys Shevchenko, Nico Jutila, Arash Marandi,

Bora-Cem Celik, Faissal

Dauer:  70 Minuten

Im Anschluss an die Vorstellung bieten wir ein Publikumsgespräch an.
Am 21. September bietet Branko Simic einen Workshop „Echt“ für Breakdancer an zum Thema „Bühnenpräsenz“ an

Eintritt  15 EUR / erm. 10 EUR / Schüler 5 EUR


(sur)faces – IPtanz (Köln)

Tanztheater für Jugendliche zwischen 12 und 17 J.

21.09.

Wir chatten, bloggen, mailen, phonen … Kommunikation ist die Grundlage unseres Lebens. Nie wurde so umfassend und vielfältig kommuniziert, wie heute, nie so viele Kleinigkeiten mitgeteilt, so viele Intimitäten, so viele Gedanken auf so vielen Kanälen und nie wurde Kommunikation so schnell zu Datenmüll wie heute – die Sprache verändert sich, Freundschaften werden immer öfter virtuell gelebt. Zwei Profitänzer und zwei Jugendliche spielen in dieser multimedialen Inszenierung mit der Realität des virtuellen Leben – was bleibt übrig vom Menschen in einer technisierten Realität?

IPtanz ist eine Künstlergruppe um die Kölner Choreografin Ilona Pászthy, die in ihren Arbeiten sozialkritisch den Zeitgeist und die daraus resultierenden gesellschaftlichen Prozesse thematisiert. Das Besondere an den Inszenierungen ist das choreographierte Zusammenspiel unterschiedlicher Kunstsparten (vor allem Video Art und Installation) und Tanz auf der Bühne. Auf diese Weise beschäftigt sie sich mit der Veränderung sinnlicher Wahrnehmung in einer von Medien bestimmten Gesellschaft, die zunehmend geprägt ist von virtuellen Welten.

Eine Produktion von IPtanz in Koproduktion mit Barnes Crossing Köln und dem Theaterlabor Bielefeld. Gefördert durch: Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes
NRW, Rheinenergie Stiftung Kultur

Choreographie: Ilona Pászthy

Performance: Yoko Hagino, Manuel Kisters, Jasmin Mokhtare,
Arthur Schopa

Dramaturgie:  Judith Ouwens

Musik: Valerij Lisac

Bühne: MiegL

Licht: Gerd Weidig

Dauer: 45 Minuten
15 Minuten vor Beginn der Vorstellung gibt es eine Einführung in das Stück. Im Anschluss bieten wir ein Zuschauergespräch an.

Eintritt: Erwachsener 10 / Schüler 5 EUR


Heroes – Theaterlabor (Bielefeld) Heroes-186-(5)

Open-Air-Spektakel ab 14 J.

22.09.

Mit „Heroes“ wird auf Grundlage des griechischen Heldenepos „Ilias“ zusammen mit jungen Profi-Darstellern und Semiprofis der Bielefelder Jugendkultur ein großangelegtes Spektakel inszeniert. Die Darsteller erzählen den Stoff des antiken Epos nach. Dabei halten sie sich an die originalen Verse, mischen diese aber mit Elementen der Popkultur und biografischen Geschichten. Der Krieg der Griechen und der Trojaner als Parkour-Lauf, Breakdance Battle und ganz private Schlacht: wie im Sturm auf die Festung Troja springen, klettern und turnen Parkour-Läufer, BMX-Fahrer flitzen wie Reiterbrigaden durch das kämpfende Ensemble, während das Geschehen von einem Rapper mit Homerschen Original-Texten kommentiert wird.

Anlässlich seines Jubiläums zeigt das Theaterlabor noch einmal seine hochgelobte Inszenierung von 2010 – diesmal jedoch als großangelegtes Open-Air Spektakel. Die Zuschauer erwartet ein abenteuerliches CrossOver aus Theater, Tanz, Happening und Party als Gesamtkunstwerk von DJs, Tänzern, Jugendlichen und Schauspielern auf dem neugestalteten Kesselbrink in der Kulisse der Skateranlage.

Regie: Siegmar Schröder

Dramaturgie: Sebastian Zarzutzki

von und mit: Darstellern des Jungen Ensembles des Theaterlabors und Jugendlichen aus der Bielefelder Szene

www.youtube.com/watch?v=5-keWplyEC0

Dauer: 90 Minuten
am KESSELBRINK

Eintritt: frei

Im Anschluss an die Vorstellung Konzert mit “Unknown SKArtist”
im Theaterlabor im Tor 6.

„Heroes“ findet im Rahmen von „Ab in die Mitte“ statt und wird
unterstützt durch:


Unknown SKArtist
Konzert
22.09.2013Konzert

Zum Abschluss des Festivals “Junge Triebe” wollen wir mit den Teilnehmern und Gästen feiern. Die junge Bielefelder Band “Unknown SKArtist” besticht mit ihrer auffälligen Besetzung und einer unglaublich tanzbaren Musik. Klänge und Rhythmen des Balkan vermischen sich mit Ska, Chanson, Reggae und Rock. Das heißt: Tanzmusik ohne Ende.

Eintritt: frei
Einlass: 22 Uhr

 


Memoria – Odin Teatret (Dänemark)memoria

Erzähltheater mit Musik

25.09., 26.09., 28.09.

In einem Wohnzimmer, vor einer dampfenden Teekanne, sitzen eine Geschichtenerzählerin und ein Straßenmusiker. Die Frau – Priesterin der grauenhaften Erinnerung – , erzählt zwei wahre Geschichten. Sie betreffen Kinder, Zeugen der Nazi-Vernichtungslager, die aber glücklich enden und von hebräischen und jiddischen Lieder begleitet werden. Die Erzählerin gleitet von einem Satz zum nächsten, von einer Episode zur anderen, verwechselt  so manches, vergisst die Worte und findet sie wieder, verbindet Leben und Ereignisse, die nicht zusammen gehören. Die Geschichten wurden dem Buch „Chassidische Märchen vom Holocaust“ von Yaffa Eliach entnommen.

„Memoria“ ist eine Aufführung in privaten Wohnräumen für maximal 40 Zuschauer. Eine telefonische Reservierung ist deshalb unbedingt erforderlich. Der jeweilige Spielort wird bei der Reservierung bekannt gegeben.

Erzählerin: Else Marie Laukvik

Musiker: Frans Winther

Text: Else Marie Laukvik, in Zusammenarbeit mit Eugenio Barba
und Frans Winther

Musik: Frans Winther sowie jiddische Lieder

Regie: Eugenio Barba

Dauer: 65 Minuten

Sprache: Englisch

Eintritt: 15 EUR / erm. 10 EUR

Eugenio Barba und Julia Varley geben am 28.9. in der Zeit von 11 bis 13 Uhr eine Masterclass „Thinking in actions“ in form einer Arbeitsdemonstration.

Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt, eine Reservierung unbedingt erforderlich. Eintritt: 10 EUR

Außerdem zeigen wir am 28.09 um 16.00 den Film „THE CONQUEST OF DIFFERENCE“ Dieser Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des Odin Teatret.


Passing the Torch

Internationales Symposium

26.09. – 29.09

Das freie Theater ist in die Jahre gekommen. Über die Jahre hat es sich als äußerst flexibel erwiesen und verschiedene Modelle des Arbeitens entworfen und getestet. Und immer wieder neue Ästhetiken und Methoden gefunden. Aber auch die Gründergeneration ist in die Jahre gekommen und steht nun vor der Frage – wie kann es weitergehen? Wie können wir unsere Arbeit, unsere Methoden, unsere Inszenierungen und unsere Erfahrungen weitergeben? Und die jüngere Generation – wie steht sie zur Arbeit früherer Generationen?

Das Symposium widmet sich an vier Tagen dem Thema des Erbens, Weitergebens und Bewahrens in Tanz und Theater. Es geht ums Erinnern und Wiederaufnehmen, um alte Wurzeln und junge Triebe, um Methoden und den Umgang mit dem Erbe der im Theater Altgewordenen, aber auch derjenigen, die nicht mehr unter uns weilen. Das Symposium wird theoretische, praktische und präsentierende Elemente in einzelnen Panels vereinen. In Podiumsdiskussionen, Gesprächen, Vorträgen, Lecture Performances, Workshops, Showcases und Aufführungen setzt sich das Symposium mit dem Thema aus verschiedensten Perspektiven auseinander: der persönlichen Erinnerung und Motivation, dem Umgang mit bereits vorhandenem Inszenierungsmaterial und mit dem Einfluss der Vergangenheit; es beschäftigt sich mit konkreten und erfolgreichen Methoden und will den generationsübergreifenden Dialog anregen.

Das Symposium richtet sich an ein internationales Fachpublikum und wird in englischer Sprache durchgeführt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Ein detailliertes Programm befindet sich hier.


Ema – Plavo Pozorište (Serbien) Ema-1

Theatersolo nach Dostojewskis Erzählung „Die Sanfte“.

26.09.

In Dostojewskis Erzählung geht es um eine Frau, die in einem symbolischen Akt Selbstmord beging, und der Frage nach dem Warum. Wo beginnt die Freiheit des Menschen – und wann und warum endet sie? In diesem Solo von Maša Jelić geht es aber auch um Marina Zwetajewa und ihre Liebe zu einer Frau, über die wir aus ihren Briefen erfahren. Das Schicksal dieser beiden ungewöhnlichen Charaktere, die ihr Frausein und ihr Leiden an den Lebensumständen so kompromisslos öffentlich machten, wird in der Verbindung mit den traditionellen und populären Liedern zum Sinnbild für die weibliche Seele und ihre Kraft.

Eine Produktion von Plavo Pozorište.

Idee und Regie: Nenad Čolić

Spiel: Maša Jelić

Bühne und Kostüm: Ivana Čolić

Dauer: 60 Minuten

Sprache: Englisch und Serbisch

Eintritt: 15 EUR / erm. 10 EUR


Ich bin ein Antifant, Madame – bodytalk (Köln / Bonn) bodytalk_Antifant07_Foto_LukasZerbst

Tanztheater mit Live-Musik

27.09.

Bielefeld in Schwarz-Weiß-Blau? Einigen reicht Schwarz. Die Antifa ist in der Stadt. Sie hilft uns im Kampf gegen den alltäglichen Rassismus und sorgt z.B. dafür, dass aus der Mohren-Apotheke die Ohren-Apotheke wird: I’m waiting for my M. Was in den Swinging Sixties bedenkenlos Negerkuss genannt wurde, stammt es wirklich aus ehemals Deutsch-Südwest und hieß zur Kolonialzeit Herero-Küßchen? Und: Was hat Tanz mit Militanz zu tun?

Yoshiko Waki und Rolf Baumgart, die gemeinsam unter dem Label „bodytalk“ arbeiten, haben in nur wenigen Jahren den Sprung vom neugegründeten Ensemble zur spitzengeförderten und preisgekrönten Compagnie geschafft. Kritiker sind voll des Lobes über ihre provozierenden Arbeiten.

Eine Produktion von bodytalk in Koproduktion mit der Schwankhalle Bremen. Die Arbeit wurde mit dem Bremer Autoren- und Produzentenpreis ausgezeichnet.

von : Yoshiko Waki und Rolf Baumgart

von und mit:  Finn-Halvar Peters, Franziska Steinhaus,Helge Tramsen, Hella Streicher, Jeanna Serikbayeva, Lukas Zerbst, Rafael Weisz, Sylvana Seddig, Thomas Achtner, Till Bleckwedel, Tim Gerhards

Dauer: 80 Minuten

Vor der Vorstellung gibt es um 18 Uhr eine Einführung in die Arbeit von Yoshiko Waki und Rolf Baumgart. Im Anschluss bieten wir ein Zuschauergespräch an.


The Island of Flowers – Plavo Pozorište (Serbien) Plavo-Island-3

Theater

27.09.

Das Stück erzählt die Geschichte von zwei Menschen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, von zwei gewöhnlichen Menschen, die in Liebe miteinander vereint sind, und von den Schwierigkeiten bei der Suche nach Gründen und Möglichkeiten für ein weiteres Zusammenleben. Wie verändern man sich, wenn man ein gemeinsames Leben führt? Es ist also auch eine Geschichte über die Entfremdung und Hoffnungslosigkeit, über Frustration, über Vergangenheit und Zukunft, über uns, über dich, über euch, über jeden.

Eine Produktion von Plavo Pozorište.

Idee und Regie: Nenad Čolić

Spiel: Jelena Martinovi und Marko Potkonjak

Bühne und Kostüm: Ivana Čolić

Dauer: 70 Minuten

Sprache: Englisch und Serbisch

Eintritt: 15 EUR / erm. 10 EUR


Ave Maria – Odin Teatret (Dänemark) Ave-Maria-Tommy-Bay01

Eine Zeremonie

28.09.

Three hundred steps in few instants.
Stone skin above my head.
The dead and the transparent flies –
what are they? And what do I matter?
Maybe death doesn’t take everything away.

Diese Verse des italienischen Dichters Antonio Verri sind gut geeignet, die Inszenierung zu beschreiben. Die britische Schauspielerin Julia Varley beschwört ihre Begegnung und Freundschaft mit der chilenischen Schauspielerin María Cánepa. Der Tod selbst feiert die schöpferische Fantasie und das Engagement von Maria, die in der Lage war, eine Spur auch nach ihrer Abreise zu hinterlassen.

Spiel: Julia Varley

Regie: Eugenio Barba

Regieassistenz: Pierangelo Pompa

Text: Odin Teatret und Zitate von Gonzalo Rojas und Pablo Neruda

Dauer: 50 Minuten

Sprache: Englisch

Eintritt: 15 EUR / erm. 10 EUR

Das Odin Teatret wurde 1964 von Eugenio Barba als Theaterlaboratorium gegründet und zählt zu den wichtigsten und einflussreichsten Theaterensembles der Nachkriegszeit. Das Odin Teatret hat seine Arbeit vorrangig der interkulturellen Erforschung des theatralen Ausdrucks gewidmet. Im Laufe der Jahrzehnte entstanden 74 Inszenierungen, die weltweit zu sehen waren. Das Odin Teatret ist zudem die Basis der 1979 auch von Barba gegründeten International School of Theatre Anthropology (ISTA) und des 2002 gegründeten Centre for Theatre Laboratory Studies (CTLS).


Men&Mahler – Granhøj Dans (Dänemark) M&M7

Tanz

28.09.

Acht Muskelmänner aus sechs verschiedenen Nationen, im Alter zwischen 20 und 52 Jahren, Gewicht zwischen 50 und 100 kg, eine verführerische Schönheit, ein Apfel und 50 Meter Gummiband – das sind die Zutaten für MEN&MAHLER. Die raue Körpersprache der Männer und ihre Anzüglichkeit stehen im Gegensatz zur Mahlers feierlicher Musik – und zur weiblichen Gelassenheit. Einmal mehr nähert sich Choreograf Palle Granhøj dem Kern des menschlichen Daseins mittels einer sehr direkten Tanzsprache voller Humor und Leichtigkeit, die jeden Zuschauer verzaubert.

Granhøj Dans sind dem Besucher des Theaterlabors keine Unbekannten mehr. Bereits mehrmals waren sie in Bielefeld zu Gast und begeisterten Publikum und Presse. Die aktuelle Arbeit ist ein weiteres Beispiel für das einzigartige Universum von Palle Granhøj, in dem nichts heilig ist und alles passieren kann und darf – Überraschungen inbegriffen.

Choreografie: Palle Granhoj in Zusammenarbeit mit den Tänzern

mit: Bill Eldridge, László Fülöp, Áron Darabont Leon, Tomasz Ciesielski, Mikolaj Karczewski, Tomás Danielis, Aureliusz Rys, Petras Lisauskas und Dorte Petersen

Dauer: 60 Minuten
Im Anschluss an die Vorstellung bieten wir ein Publikumsgespräch an.

Eintritt: 15 EUR / Erm. 10 EUR

 


Kurz x Eben kurz01

Ein Abend der kurzen und kurzweiligen Stücke      

29.09.         

Ab 18 Uhr werden die Räume des Theaterlabors erneut zum Theaterlabyrinth. Wir erwarten bekannte und weniger bekannte Künstler aus Bielefeld, Köln, Berlin und Calgary. Zu erleben gibt es   abgesägte Stuhlbeine, instrumentale Stürme, synchrone Bewegungen und eine Walzereinlage.
Das genaue Programm entnehmen Sie bitte unserer Website.

Unter anderem mit Willem Schulz (Bielefeld), Maja Das Gupta/Kristin Mente (Bielefeld), MP2 (Köln), Kröger und Meyer (Berlin), Denise Clarke (Calgary).

Dauer:  3 Stunden

Eintritt: 15 EUR / erm. 10 EUR

 


Somewhere – Andy Zondag/Unusual Symptoms (Bremen / Münster)  IMG_0232

Tanzperformance

02.10, 03.10

somewhere ist der ideale Ort für Ihre optimale Erholung. somewhere eignet sich ausgezeichnet für ausgedehnte Streifzüge durch die nähere Umgebung. Beispielsweise durch unsere wüstenartige Landschaft zu einer weitläufigen Oase. Selbstverständlich können Sie auch einfach nur relaxen: Lassen Sie es sich in unserem Wellness-Center gut gehen.

Andy Zondag und Stefan Kirchhoff schaffen sich Räume und Orte des Randes, an denen Gegensätze ineinanderfließen, Innen und Außen miteinander kommunizieren. Vergangenheit und Zukunft münden in die Gegenwart. Ein Radio spricht darüber, wie die Zeit langsam vorbeirauscht. Ein Filter schiebt sich vor die Linse, ein Mensch trifft auf einen Ort, und beide machen sich ein Bild voneinander.

„And then there’s this kind of dread, kind of creeping dread.“
Permanent Vacation

Eine Koproduktion von Theater im Pumpenhaus, Theaterlabor Bielefeld, pottporus Festival.

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Münster, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW und das Landesbüro Freie Kultur NRW.

Choreographie/Regie: Andy Zondag

Musik: Stefan Kirchhoff

Performance: Andy Zondag, Stefan Kirchhoff

Lichtdesign: Maika Knoblich

Dramaturgie: Florian Wessels

Produktionsleitung/Künstlerische Beratung:  Gregor Runge

Produktion: Unusual Symptoms


timeGAPS reloaded – IPtanz (Köln) GOON7935

Tanzinstallation

04.10.

Wird ein Moment wahrgenommen, ist er auch schon Vergangen
Warten ist uncool. Aber wir tun es. Jeden Tag. Am Computer, in Staus und an Schaltern, auf jemanden oder etwas.  Die Gedanken schweifen … unsere Zeit rast. Tagtraum als kleine Oase im Alltag, in der der Geist sich traut, Grenzen zu überschreiten und Unmögliches möglich zu machen.

Mit der Re-Inszenierung der Produktion (die ursprünglich 2012 in Köln entstand) in Korea, bei der zwei Tänzer aus dem TrustDance Theatre mitwirkten, wurde eine Annäherung an die kulturell bedingte Sicht auf das Phänomen Zeit und auf Aspekte des Wartens gesucht und in den bereits vorhandenen Szenen erneut beleuchtet. Eine entsprechend veränderte und ungewohnte Tanz- und Bewegungssprache ist dabei in diese Neuinszenierung eingeflossen.

Eine Produktion von IPtanz in Koproduktion mit dem Trust Dance Theatre.

Choreographie: Ilona Pászthy

Dramaturgie: Kim Hyeong-Hee

Tanz: Song Myoung Gyu, Kim Young Chan, Sahra Huby,Arthur Schopa

Musik: Zsolt Varga

Videoinstallation:  Valerij Lisac

Licht:  Gerd Weidig

Dauer: 70 Minuten

Im Anschluss an die Vorstellung bieten wir ein Zuschauergespräch an. Tagsüber finden in der Bielefelder Innenstadt so genannte „Tanzüberfälle“ als Teil der Inszenierung statt. Bei telefonischer Reservierung geben wir die Orte und Zeiten bekannt.

Eintritt: Erwachsener 15 / erm. 10 EUR


Yesterday – Trust Dance Theatre (Korea) TDT-04

Tanz

05.10.

Wird ein Moment wahrgenommen, ist er auch schon Vergangenheit. Man kann also sagen, dass die Menschen auf einer dünnen Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart leben. In Yesterday geht es um jene Menschen, die auf dieser Grenzlinie ihren letzten Frühling erleben. Das Ende eines Lebens kommt manchmal zu hastig, manchmal beinahe sanft, und doch muss es vergehen. Denn nur so kann das Verblühende zu neuen Knospen reifen. Yesterday ist ein Bilderreigen auf die Vergänglichkeit und das Altern.

Das Trust Dance Theatre aus Korea ist erstmals in Deutschland zu Gast. Seit seiner Gründung 1995 will es Tanz und persönliche Lebenserfahrung verbinden und durch Eigenproduktionen und Bildungsprojekte in das Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Dem künstlerischen Team geht es um menschliche Geschichten, um das Weitergeben von Lebenserfahrung: so wird der Zuschauer immer auch zum kreativen Mitgestalter. Für die Einbindung unterschiedlicher Communities in seine Arbeit hat das TDT deshalb eine eigene Stiftung gegründet.

Choreografie: Kim Hyeong-Hee

Regie: Kim Yun-Gyu

Tänzer:  Song Myung-Gyu, Gu Seon-Jin, Kim Young-Chan,

Kim Dong-Hee, Kim Dong-Uk, Oh Chang-Ik, Choi Jae Young

Dauer: 60 Minuten

Im Anschluss an die Vorstellung bieten wir ein Publikumsgespräch an.

Eintritt: 15 EUR / Erm. 10 EUR


Workshop mit Branko Simic „Echt“

für jugendliche Breakdancer ab 14 J.

Deine persönliche Geschichte ist der Motor dieses Workshops mit dem Theaterregisseur Branko Simic.In jedem Erlebnis liegt ein Theaterereignis. Simic sammelt eure Geschichten und bringt sie mit euch auf die Bühne. Theater ganz nah dran: Aus eurem Alltag in Szene gesetzt!

Das in der Arbeit mit Jugendlichen erfahrene Team aus Tänzern und Künstlern betreut den Workshop, der 3 Stunden umfasst. Der Workshop versteht sich auch als Zusatzangebot zur Aufführung „Ghetto Blaster“ am 20.9. um 20 Uhr, die sich ebenfalls an junge Erwachsene richtet.

Voraussetzungen: nicht erforderlich. Bitte bequeme sportliche Kleidung und was zu trinken mitbringen.


 

Das Festival „Alte Wurzeln – Junge Triebe“  wurde ermöglicht dank der Förderung und Unterstützung durch:

Kunststiftung NRW

Sparkasse Bielefeld

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW

Stadtwerke Bielefeld

Landesbüro Freie Kultur NRW

Kulturamt Bielefeld

BGW

Hanns-Bisegger-Stiftung

In Kooperation mit

Urban App / Stadt Detmold

Kulturamt Bielefeld

transcript Verlag

Medienpartner

Radio Hertz 87.9