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HONKA DORI - play dadáStraßentheater
Wortakrobaten dieser Welt – aufgepasst! DADA ist wieder dadá. Leere Worthülsen marschieren auf und schießen volles Rohr mit Manifesten auf's offene Ohr. Sieben politische Sonntagsredner spielen die erste Geige und poltern drauf los wie kleine Computerspielmännchen – Pacman packt's an. Mit albernem Humor lassen wir die Kartons tanzen und fahren auf einem bilateralen Fahrrad ab durch die Gischt der Westerwellen und Handy-Strahlen. Wir huldigen dem Sinn im Unsinn und drehen am Glücksrad des ABC´s. Aber Achtung – Rauchen strengstens verboten! Hier qualmen keine Köpfe mehr, sondern es brennt die Luft. Wir wünschen guten Appetit bei unserem Buchstabensalat. Mit überdrehten Parodien, hintersinnigen Choreografien und erhellenden Wort-Jonglagen erweckt das Theaterlabor den alten DADA-Geist zu neuem Leben und fragt, wieviel DADA die Welt heute noch hat und braucht. Der Musiker Karl Godejohann begleitet das Spektakel mit eigens für dieses Stück komponierter Musik und atmosphärischen Klangcollagen live.
Honka dori, so bezeichnet man in Japan das Aufgreifen und Nachahmen bekannter Werke – eine künstlerische Neuschöpfung im Geiste alter Meister. Auch dieses Open-Air-Spektakel des Theaterlabors im Tor 6 versteht sich so: als eine Hommage an den Dadaismus, jene Kultur-Revolte des Unsinns, die erstmals 1916 im Züricher Cabaret Voltaire entfesselt wurde und seitdem Künstler-Generationen vom Schlager bis zur Pop-Art beeinflusst hat. Regie Karin Wedeking und Sebastian ZarzutzkiMusik Karl GodejohannSpiel Susanne Bentrup, Lothar Däuwel, Michael Grunert, Indira Heidemann, Thomas Sellin, Stefanie TaunertBühnenbild Tom Dombrowski, Frank Imsiepen
HONKA DORI - play dadá auf Sommertour
Fotos: Susi Freitag (oben), Tom Dombrowski (unten)
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